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Was will die DGVM? Unsere Ziele und Aufgaben

Disease Management und Verhaltensmedizin

Disease Management ist die auf eine Krankheit bezogene systematische, prozessorientierte Versorgung von Patienten. Disease-Management-Programme zielen auf eine verbesserte Behandlung vor allem chronisch Kranker ab. Sie beinhalten in der Regel Aspekte wie evidenz-basierte Behandlungsrichtlinien, verbesserte Vernetzung und Koordination verschiedener Behandler, Patientenschulungen, verbesserte Informationen für Behandler und Patienten. Chronisch Kranke machen zum Beispiel in Deutschland ca. 40 % aller Patienten aus und beanspruchen ca. ¾ aller Behandlungskosten (Angaben des AOK Bundesverbandes). Vorläufig sollen in Deutschland vor allem zu folgenden Krankheiten Disease-Management-Programme installiert werden: Koronare Herzerkrankungen, Diabetes mellitus (Typ I und II), chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen und Brustkrebs. Weitere Zielkrankheiten sind geplant.

Damit deckt sich der Disease-Management-Ansatz mit der Zielen, die die Verhaltensmedizin seit vielen Jahren schon verfolgt. Einbeziehung der Patienten in die Therapieplanung, Entwicklung von Patienten-Schulungsprogrammen, Berücksichtigung von Patientenverhalten für Chronifizierung und Heilungsmöglichkeiten und die generelle wissenschaftliche Fundierung von Massnahmen im Gesundheitssystem sind Schwerpunkte der DGVM seit ihrer Gründung Anfang der 80-er Jahre.